Studien

Abgeschlossene Studien

Die Studie REDUCE FMR war die erste doppelblinde Studie auf dem Gebiet der perkutanen Herzklappentherapie, erreichte ihren primären Endpunkt und erzielte ein vorteilhaftes Reverse-Remodeling des linken Ventrikels. Basierend auf der Beurteilung des verblindeten Echo-Corelabs wurde eine Reduktion des Regurgitationsvolumens um 22 % median nachgewiesen. Die Ergebnisse der Studie REDUCE FMR entsprechen den vorherigen Studien des Carillon-Produkts.

1Daten liegen vor. Prozentsatz berechnet durch Durchschnittswertbildung der prozentualen Veränderungen der einzelnen Patienten.
ITT = Intent to Treat (Behandlungsabsicht)

REDUCE FMR war die erste doppelblinde, randomisierte, parallele, Placebo-kontrollierte Studie einer perkutanen Herzklappentherapie überhaupt. Ihr Ziel war die Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit des Carillon Mitral Contour Systems zur Behandlung der sekundären (funktionellen) Mitralinsuffizienz (FMI) bei Herzinsuffizienz. Die wichtigsten Eignungskriterien waren ähnlich wie bei früheren Studien des Carillon-Systems u. a. NYHA-Klasse II–IV, MI-Grad 2+ bis 4+, LVEDD > 55 mm und Ejektionsfraktion < 50 % trotz stabiler, leitlinienkonformer medikamentöser Therapie. Der primäre Endpunkt war die Veränderung des Regurgitationsvolumens (RV) nach 1 Jahr anhand Analyse der Intention-to-Treat-Population. Durch die Doppelverblindung wurde der höchste wissenschaftliche Maßstab an die Studie angelegt. Die Patienten und die Auswerter waren bis zum Ende der Nachbeobachtung verblindet und das unabhängige Echo-Corelab war nicht nur in Bezug auf die Behandlung und die zeitliche Folge der Bilder verblindet, sondern die Bilder wurden auch in zufälliger Reihenfolge gelesen.

Insgesamt wurden 120 Patienten an 31 Prüfzentren in Europa, Australien und Neuseeland nach dem Zufallsprinzip dem Behandlungsarm (87) oder dem Placebo-Arm (33) zugewiesen.

Vor der Aufnahme in die Studie wurde durch die jeweilige Klinik eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, und bei 35 Patienten (29,2 %) wurde später durch das Corelab ein MI-Grad 1+ als Baseline ausgewertet. Bei 14 (16 %) der Patienten, die der Behandlungsgruppe zugewiesen worden waren, wurde kein Produkt implantiert. In den meisten Fällen war dies durch die Beeinträchtigung einer Koronararterie bedingt (n = 8), die in allen Fällen nach Entfernen des Implantats abklang. Die Implantationsdauer lag im Durchschnitt bei 64,2 ±34,8 Minuten und die Gesamtdauer des Verfahrens betrug durchschnittlich 102,7 ±54,9 Minuten. Die Abwesenheit von produktbezogenen schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen (Major Adverse Events, MAE) lag bei 98,9 %, und es traten keine Produktembolisationen, Produktbrüche, kardialen Perforationen oder intraprozeduralen ischämischen Ereignisse auf. Es gab zwei Fälle von 30-Tage-Mortalität, die beide dem Behandlungsarm angehörten. Diese wurden einer progredienten kardiorenalen Verschlechterung zugeschrieben. Die MAE-Inzidenzrate zum Zeitpunkt nach 1 Jahr war zwischen der Behandlungs- und der Kontrollgruppe statistisch gesehen nicht unterschiedlich (16,1 % in der Behandlungsgruppe gegenüber 18,2 % in der Kontrollgruppe).

Der primäre Endpunkt wurde mit einer statistisch signifikanten Reduktion des Regurgitationsvolumens über die Mitralklappe in der Behandlungsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe erreicht (Verminderung um 7,1 ml/Schlag gegenüber Anstieg um 3,3 ml/Schlag, p = 0,049). Eine sekundäre Analyse von Patienten mit schwererer FMI (MI-Grad ≥ 3+) zeigte ein ähnliches Muster bei den Veränderungen. Die Patienten in der Behandlungsgruppe (n = 15) erfuhren eine Reduktion des Regurgitationsvolumens über die Mitralklappe von 12,8 ml/Schlag, wohingegen die Patienten in der Kontrollgruppe (n = 8) einen Anstieg um 0,6 ml/Schlag erfuhren (p = 0,14). Zusätzlich zu Verbesserungen des Regurgitationsvolumens wurde der Nachweis eines vorteilhaften Reverse-Remodelings des LV mit einer signifikanten Reduktion der linksventrikulären Volumina bei den Patienten, die das Produkt erhalten hatten, gegenüber den Patienten in der Kontrollgruppe erbracht.

Die Patienten in der Behandlungsgruppe erfuhren zusätzlich eine signifikante Verbesserung bei der im Rahmen des 6-Minuten-Gehtests zurückgelegten Distanz zum Zeitpunkt nach 12 Monaten im Vergleich zu ihrem Baseline-Wert (p = 0,002). Bei den der Kontrollgruppe zugewiesenen Patienten war dies nicht der Fall (p = 0,29). Ebenso verzeichnete die Behandlungsgruppe nach 12 Monaten eine signifikante Verbesserung der NYHA-Klasse im Vergleich zu ihrem Baseline-Wert (p = 0,002). Bei den der Kontrollgruppe zugewiesenen Patienten war dies nicht der Fall (p = 0,75).

Mit der Studie REDUCE FMR wurde das Carillon-System die erste TMVr-Therapie, für die nach 1 Jahr im Rahmen einer verblindeten, randomisierten, Placebo-kontrollierten Studie ein signifikantes vorteilhaftes Reverse-Remodeling des linken Ventrikels und eine signifikante Reduktion des Regurgitationsvolumens nachgewiesen wurde.

Die Studie TITAN II erreichte ihren Endpunkt und zeigte signifikante Verbesserungen der Ultraschallparameter und der funktionellen Ergebnisse.

TITAN II war eine einarmige Studie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit einer aktualisierten Version des Carillon-Systems. Die Einschluss- und Ausschlusskriterien waren ähnlich wie bei der TITAN-Studie. Die Patienten wiesen eine symptomatische Herzinsuffizienz (NYHA-Klasse ≥ 2), einen MI-Grad 2+ bis 4+, einen dilatierten linken Ventrikel (LVEDD > 55 mm) und eine Ejektionsfraktion < 40 % auf. Quantitative Bewertungen der MI wurden von einem unabhängigen Core-Echolab durchgeführt, und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (MAE) wurden von einem unabhängigen Data and Safety Monitoring Board (DSMB) überprüft. Insgesamt wurden 36 Patienten eingeschlossen, von denen 30 ein permanentes Implantat erhielten.

Die TITAN-Studie erreichte ihren Endpunkt und zeigte, dass das Carillon-Produkt den FMI-Schweregrad bei Herzinsuffizienz-Patienten signifikant und sicher reduzieren konnte, was zu einem signifikant vorteilhaften Reverse-Remodeling des linken Ventrikels über 12 Monate und zu verbesserten klinischen Messergebnissen über 24 Monate führte.

Die TITAN-Studie war eine prospektive, nicht randomisierte, multizentrische europäische Studie. Ziel der Studie war es, festzustellen, ob das Carillon-Produkt eine FMI sicher und wirksam reduzieren und einen dauerhaften klinischen Langzeitnutzen erbringen kann. Die Nachbeobachtung umfasste typische klinische und Ultraschall-Untersuchungen bis zum Zeitpunkt nach 1 Jahr. Bei den Patienten, denen das Produkt implantiert worden war, erfolgte eine weitere klinische Nachbeobachtungsuntersuchung nach 2 Jahren. Die Studie wurde nach strengen Kriterien unter Aufsicht unabhängiger Parteien durchgeführt, darunter ein Echo-Corelab, ein Komitee für klinische Ereignisse (CEC) und ein Data and Safety Monitoring Board (DSMB). Die Haupteinschlusskriterien waren: MI-Grad 2+ bis 4+, NYHA-Klasse II–IV und LVEF < 40 %.

Bei 36 der 53 in die Studie aufgenommenen Patienten wurde das Produkt dauerhaft implantiert. Bei 17 Patienten wurde das Produkt (aufgrund einer vorübergehenden Beeinträchtigung einer Koronararterie (n = 8) bzw. aufgrund einer FMI-Reduktion < 1 Grad (n = 9)) wieder eingeholt. Diese nicht-implantierten Patienten wurden als Vergleichsgruppe nachbeobachtet.

Die „First-in-Human“-Studie AMADEUS erreichte ihren Endpunkt und erbrachte den Nachweis der erfolgreichen Platzierung des Carillon-Produkts und einer signifikanten Reduktion der FMI.

AMADEUS war eine einarmige „First-in-Human“-Studie zur Bewertung der Sicherheit und Durchführbarkeit des Carillon-Produkts. Die Studie nutzte mehrere unabhängige Gremien, um Bias zu minimieren und rigorosere Maßstäbe anzulegen, u. a. ein verblindetes Echo-Corelab, ein Komitee für klinische Ereignisse (CEC) sowie ein Data Safety Monitoring Board (DSMB). Die Haupteinschlusskriterien umfassten: mittelschwere bis schwere FMI, NYHA-Klasse II–IV, LVEDD > 55 mm und Ejektionsfraktion < 40 %, dauerhaft stabiler und optimaler HI-Medikamentenplan. In die Studie wurden 48 Patienten aufgenommen. Bei 30 Patienten wurde das Produkt erfolgreich implantiert. Nach sechs Monaten lag der Grad der FMI-Reduktion bei fünf verschiedenen quantitativen Ultraschall-Kontrolluntersuchungen in einem Bereich von 22 bis 32 %.

Laufende IDE-Pivotalstudie

 

COVID-19-UPDATE

Wir hoffen, dass es Ihnen und Ihren Lieben gut geht, während wir alle uns darum bemühen, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zu managen. Bei der laufenden CARILLON-Studie ist die Gewährleistung der Sicherheit der Patienten und Forschungsmitarbeiter von höchster Bedeutung. In diesem Sinne hat Cardiac Dimensions die Aufnahme in eine neue Studie vorübergehend eingestellt. Wir überwachen ständig die Entwicklung der globalen Pandemie und werden mit der Aufnahme von Teilnehmern in die Studie fortfahren, wenn dies sicher geschehen kann.

Schicken Sie bitte alle Anfragen an CARILLON@cardiacdimensions.com

The CARILLON Trial

Wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden, wissen Sie selbst, wie diese Erkrankung sich auf Ihre Lebensqualität auswirkt. Einfache tägliche Aktivitäten, wie die Zubereitung von Mahlzeiten, der Besuch bei Freunden oder selbst in ein anderes Zimmer zu gehen kann eine große Anstrengung darstellen, nach der Sie erschöpft sind. Schätzungsweise 26 Millionen Menschen leiden weltweit an Herzinsuffizienz, und diese Zahl nimmt rapide zu.

Nahezu 75 % der von Herzinsuffizienz Betroffenen haben außerdem eine undichte Mitralklappe, ein Zustand, der als Mitralinsuffizienz (MI) bezeichnet wird. Leider wird dadurch die Herzfunktion zusätzlich beeinträchtigt, sodass sich die Herzinsuffizienz im Laufe der Zeit verschlimmert.

Wenn Sie mit Symptomen einer Herzinsuffizienz zu kämpfen haben oder bei Ihnen eine undichte Mitralklappe diagnostiziert wurde, qualifizieren Sie sich eventuell für eine neue klinische Studie. Die Studie betrifft das Carillon Mitral Contour System, ein in der Prüfphase befindliches Implantat, das die Mitralklappe im Rahmen eines nicht chirurgischen Verfahrens umformen und die Undichtigkeit reduzieren soll.

Prüfzentren sind derzeit in den USA, im Vereinigten Königreich, in Polen, Griechenland und Frankreich zu finden. Interessierte Patienten können sich unter „Klinische Studien“ (hier klicken) näher über die Studie informieren.